Betreutes Wohnen zu Hause

„Betreutes Wohnen zu Hause“ hat sich vielerorts als bewährtes Angebot etabliert. Hier werden individuelle und passgenaue Leistungen über eine zentrale Stelle koordiniert und vermittelt. Durch regelmäßige Besuche ehrenamtlicher Helferinnen und Helfer können veränderte Bedarfe an die Koordinierungsstelle rückgekoppelt und zeitnah Unterstützungen angepasst werden. Zudem bietet der ehrenamtliche Besuchsdienst zusätzliche Kontaktmöglichkeiten und Sicherheit. Der Verbleib im eigenen Zuhause kann somit oftmals sehr lange ermöglicht werden.

Was kann Betreutes Wohnen zu Hause leisten?

Das „Betreute Wohnen zu Hause“ richtet sich an ältere Menschen, die auf kontinuierliche Begleitung und Alltagshilfen angewiesen sind, nicht aber zwangsläufig Pflege benötigen. Sie  schließen mit einem Dienstleistungsanbieter (z.B. Verein, ambulanter Dienst, Kommune) einen Betreuungsvertrag ab. Hierdurch werden allgemeine Informations- und Beratungsleistungen sowie eine Auswahl an vertraglich vereinbarten Grundleistungen garantiert. Regelmäßige, mindestens 14-tätige Hausbesuche durch geschulte bürgerschaftlich Engagierte sorgen für eine kontinuierliche Begleitung und somit auch für die nötige Versorgungssicherheit. Im Rahmen des Betreuungsvertrags werden Grundleistungen erbracht, Wahlleistungen können separat gebucht werden.

Grundleistungen sind im Wesentlichen:

  • regelmäßig besetzte Koordinationsstelle
  • regelmäßiger, mindestens 14-tägiger Hausbesuch durch bürgerschaftlich Engagierte
  • Information und Beratung
  • Organisation von Hilfsdiensten

Wahlleistungen sind beispielsweise:

  • Hauswirtschaftliche Hilfen
  • Hilfen für Haus und Garten
  • Einkaufsservice
  • Wäschedienst

Förderung von Betreuten Wohnen zu Hause

Das Bayerische Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Integration unterstützt die Gründung von Angeboten des Betreuten Wohnens zu Hause im Rahmen einer befristeten staatlichen Förderung i.H.v. bis zu 10.000 €.

Das Eckpunktepapier „Betreutes Wohnen zu Hause“ können Sie sich hier herunterladen. Es enthält neben den Fördervoraussetzungen auch Informationen zu den Vertragsformen und weiteren Finanzierungsmöglichkeiten.

Wichtige Eckpunkte für eine Anschubfinanzierung sind:

  • Regelmäßig besetzte Koordinationsstelle im Umfang von mindestens ¼ Vollzeitstelle (10 Stunden wöchentlich)
  • Konzeption mit den oben beschriebenen Grundleistungen
  • Integration von geschulten bürgerschaftlich Engagierten
  • Vernetzung und Kooperation mit allen beteiligten Akteuren
  • Nachhaltigkeit – die spätere Tragfähigkeit des Projekts gelingt ohne Landesförderung (mittelfristiger Finanzierungsplan – voraussichtliche Einnahmen und Ausgaben im Jahr nach Ende der Anschubfinanzierung)
  • Teilnahme an den Netzwerktreffen der Koordinationsstelle „Wohnen im Alter“
  • Befürwortung der örtlichen Kommune

Aktuelles zum Thema

Von der "Koordinationsstelle Wohnen im Alter" werden jährlich Fachtage organisiert, um die Projektkoordinatoren (und sonstige interessierte Personen/Institutionen) zu vernetzen.

Hier gelangen Sie zu den Downloads der Dokumentationen der Veranstaltungen seit 2007.