Nachbarschaftshilfen

Es gewinnen wohnortnahe und alltagspraktische Unterstützungsangebote für ältere Menschen zunehmend an Bedeutung. Bürgerschaftlich engagierte Nachbarschaftshilfen können wesentlich zum Verbleib in der eigenen Häuslichkeit und zum Erhalt von Sozialkontakten beitragen.

Im Vordergrund steht immer bürgerschaftliches Engagement und somit die Hilfe von und für Bürgerinnen und Bürger in der Gemeinde.

Was kann eine bürgerschaftlich organisierte Nachbarschaftshilfe leisten?

Organisierte, von bürgerschaftlichem Engagement getragene Nachbarschaftshilfen haben einen verbindlichen organisatorischen Rahmen und richten sich an alle Bürgerinnen und Bürger in der Gemeinde bzw. im Stadtteil. Dabei können beispielhaft folgende Leistungen erbracht werden:

  • Besuchsdienste
  • Hauswirtschaftliche Tätigkeiten
  • Einkaufsservice
  • Fahr- und Begleitdienste
  • Hilfe im Garten oder beim Winterdienst
  • Kleine handwerkliche Hilfen
  • Organisation von (regelmäßigen) Treffs, Vorträgen oder Ausflügen
  • Beratung und Information zum Thema Älterwerden

Förderung von Nachbarschaftshilfen

Das Sozialministerium gewährt im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel eine einmalige Anschubfinanzierung für den Aufbau einer bürgerschaftlich engagierten Nachbarschaftshilfe für einen Zeitraum von bis zu zwei Jahren in Höhe von bis zu 10.000 Euro.

Das Eckpunktepapier „Organisierte, von bürgerschaftlichen Engagement getragene Nachbarschaftshilfen: Von der Idee zum Start“ können Sie sich hier herunterladen. Es enthält neben den Fördervoraussetzungen auch wichtige Informationen zu Organisation und Aufbau von Nachbarschaftshilfen.

Eckpunkte zur Förderung sind:

  • das Angebot richtet sich in erster Linie an ältere Menschen in ihrer häuslichen Umgebung, die Bedarf an Unterstützung im Alltag und / oder sozialen Kontakten benötigen
  • es werden in der Regel ehrenamtliche Helferinnen und Helfer für kleine Alltagshilfen, wie z.B. Einkaufen, Gartenpflege, Begleitung zum Arzt oder Besuchsdienste vermittelt
  • Benennung der Alltagshilfen, die angeboten werden sollen
  • Aussage, ob und ggf. in welcher Höhe Kosten für die Nutzerinnen und Nutzer der Alltagshilfen entstehen
  • Aussage, ob und ggf. in welcher Höhe die Ehrenamtlichen eine Aufwandsentschädigung erhalten
  • die Angebotspalette wird in Abstimmung mit den regionalen Akteuren erarbeitet.
  • Nachhaltigkeit - die spätere Tragfähigkeit des Projektes gelingt ohne Landesförderung
  • Teilnahme an den Netzwerktreffen der Koordinationsstelle Wohnen im Alter
  • Befürwortung der örtlichen Kommune

Aktuelles zum Thema

Beim Netzwerktreffen der Nachbarschaftshilfen 2016 wurde das Thema „Grenzen im Ehrenamt“ diskutiert. Als Fachexpertinnen waren Barbara Lischka und Christine Offtermatt eingeladen.

Downloads zu den Austauschtreffen der geförderten Nachbarschaftshilfen:

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